Vorarlberger Schafzuchtverband – mit 45 Mitgliedern unterwegs
Dieses Jahr führte es den Schafzuchtverband quer durchs Allgäu bis nach Garmisch-Partenkirchen







Schon früh am Morgen machten wir uns bei herrlichem Wetter auf den Weg. Unsere Fahrt führte uns quer durchs Allgäu bis nach Garmisch-Partenkirchen.
In Klais wurden wir von der Familie Maurer herzlich empfangen. Auf dem Betrieb „Beim Schweb“ werden seit vielen Jahren erfolgreich Gescheckte und Schwarze Bergschafe sowie das Jura Schaf gezüchtet. Aus dem Lammfleisch der rund 120 Muttertiere entstehen in der eigenen Metzgerei hochwertige Spezialitäten, die im Hofladen direkt ab Hof erfolgreich vermarktet werden.
Im Gasthof Stern in Mittenwald genossen wir unter anderem die köstlichen Lammspezialitäten der Familie Maurer.
Gestärkt ging die Fahrt weiter nach Garmisch-Partenkirchen zum BIO Betrieb von Grasegger Joseph, welcher die aussterbenden Rassen Braunes Bergschaf und Murnau Werdenfelser Rinder züchtet. Im Sommer weiden die Tiere auf den Almen der Weidegenossenschaft Partenkirchen. Das Rindfleisch wird seit einigen Jahren über die Spitzengastronomie in München zu besten Preisen vermarktet.
Nach den beiden informativen Hofbesichtigungen setzten wir unsere Fahrt in Richtung Reutte fort. Am Abend erwartete uns ein besonderes Highlight: der magische Lichterpark auf der Burgruine Ehrenberg. Anschließend genossen wir ein köstliches Abendessen im Hotel Moserhof und ließen den Tag in entspannter Atmosphäre ausklingen.
Nach dem Frühstück ging die Fahrt weiter nach Tarrenz zum Tiroler Bergschafzüchter Thomas Fürrutter. Schon beim Betreten des Stalls konnte man die Leidenschaft für die Schafzucht förmlich spüren. Auf dem Hof, der im Nebenerwerb betrieben wird, werden bereits seit Generationen Spitzentiere gezüchtet.
Der nächste Betrieb führte uns auf den Imsterberg. Bei der Familie Schnegg wird das Tiroler Steinschaf gezüchtet. Der Betriebsführer erzählte, wie er zu den Schafen gekommen ist –durch ein tragisches Ereignis: Der Vorbesitzer gab die Schafzucht auf, nachdem ein Wolf einen Großteil seiner Tiere getötet hatte. Aber auch bei der Familie Schnegg merkt man sofort, mit welcher Begeisterung sie täglich gemeinsam ihrer Arbeit nachgehen. Wir konnten zudem noch einige wertvolle Tipps zur alternativen Behandlung von Schafen mit nach Hause nehmen.
Nun war es Zeit für das Mittagessen im Gasthaus Hirschen in Imst. Am frühen Nachmittag brachen wir zur letzten Hofbesichtigung auf. Unser Weg führte nach Arzl im Pitztal zum Betrieb Wöber. Auf dem „Locherhof“ wird seit einigen Jahren äußerst erfolgreich das Jura-Schaf gezüchtet, dessen Nachzucht fast ausschließlich lebend verkauft wird. Zusätzlich werden auf dem Betrieb Mastrinder gehalten sowie rund 2.500 Legehühner.
An den beiden Tagen tauschten sich die Teilnehmer intensiv über die unterschiedlichen Wirtschaftsweisen der Betriebe und deren Vermarktungsstrategien aus. Mit vielen neuen Eindrücken im Gepäck kamen wir am frühen Abend zufrieden nach Hause.
Der Vorarlberger Schafzuchtverband bedankt sich bei allen Betrieben für die interessanten Einblicke.
05.12.2025Zurück
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